1977 bis 1985

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Einen Wechsel in der Abteilungsleitung und eine Erweiterung gab es am 13.3.77 mit nunmehr Wolfgang Capito als Abteilungsleiter, Michael Duttenhofer als Sportwart, sowie neu als Jugendwart Waltraud Löw und Klaus Ballmann als Vergnügungswart.

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Als Anreiz zur Steigerung der sportlichen Aktivitäten wurde ein vereinsinternes MaiglöckchenTurnier durchgeführt. Aus den Ergebnissen ließ sich dann auch eine vorläufige Rangliste erstellen, wichtig für die geplante Aufstellung von Mannschaften zur Teilnahme an Verbandsspielen.

 

Unser kleiner Platz mit der Trainingswand wurde noch durch eine Firma erstellt, ein gepflasterter Weg zu unseren Plätzen wurde dagegen in einer ersten größeren Anstrengung beim gemeinsamen Arbeitsdienst gebaut.

 

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Vereinsinterne Turniere lockten nicht nur viele aktive Spieler, sondern noch mehr sonstige Mit-wirkende, Schiedsrichter, Ball-Jungen,-Mädchen,-und -Alte, Zuschauer, Kuchenbringer, Kaffekocher, Sonnenschirmaufsteller und und und.......auf unsere strapazierfähigen Hartplätze. Es waren unvergeßliche Feiern einer Gemeinschaft, die immer mehr zu einer großen Familie wurde.

 

Soviel Aktivität konnte auf die Dauer nicht im Verborgenen blühen und so wurde unsere Warteliste immer länger. Auch unsere erste Teilnahme an Verbandsspielen im Sommer 78 trug zum weiteren Bekanntwerden der Tennisabteilung, damit zu noch mehr Andrang und schließlich zum Entschluß bei, die Tennisanlage um mindestens 2 Plätze zu erweitern.

Erstes Vorfühlen bei der Stadt stieß auf strikte Ablehnung. Dem OB. waren unsere hohen Zäune im Landschaftsschutzgebiet ohnehin ein Dorn im Auge. Eine Erweiterung setzte also eine Verlegung voraus. Es bedurfte wieder einmal viel Mühe der Verantwortlichen bis das „Wohin“ wenigstens klar war: der Mayd’sche Acker, auch bekannt als Angerleite.

Die Stadt Erlangen hat den Acker für den Verein gepachtet. Der Verein sollte darauf 2 (in Worten. zwei!) Bolzplätze und 4 bis 6 Tennisplätze bauen. Die Kosten sollten zur Hälfte vom Projekt „Naherholung“ getragen werden!?! Wir sollten dafür die Plätze den in Dechsendorf zum Urlaub Weilenden zur Verfügung stellen. So werden Luftschlösser gebaut.

In der rauhen Wirklichkeit hatte die Leitung des FCD den Neubau von Tennisplätzen auf der Angerleite mit einigen anderen Dingen verknüpft wie z.B. den Bau von Kegelbahnen. Auch der Wechsel in der Vereinsführung im Januar 80 von Georg Wellein zu Hans Seitz als 1.und Achim Czekal als 2.Vorstand trug nicht zur Vereinfachung bei. Unser Abteilungsleiter Wolfgang Capito fand überhaupt keinen Draht zu den Neuen und warf am 24.2.80 das Handtuch.

Einer Anregung von Klaus Ballmann, die Abteilungsleitung auf eine breitere Basis zu stellen, folgten genügend tatkräftige Mannen aus dem harten Kern. In einer Versammlung am 11.3.80 wurde Klaus Ballmann zum Abteilungsleiter gewählt. Um die anstehenden Probleme konzentriert angreifen zu können, bildeten wir auf dieser Versammlung Ausschüsse für Bau (Fragen in Zusammenhang mit dem geplanten Neubau) und Finanzen (Klärung der Baufinanzierung und Verhandeln mit der Vereinsführung, um die Tennisabteilung ähnlich der Segelabteilung finanziell selbständig zu machen).

Diese Vereinbarung wurde am 8.4.80 unterschrieben. Unsere nunmehr selbständige Kasse übernahm Klaus Mayer.

Es war ein zähes Ringen mit der Vereinsführung, der Stadt, der Bayer. Landesregierung und den für die Finanzierung wichtigen Verbänden, bis am 10.Oktober 1980 mit dem Bau

begonnen werden konnte.

Die Fertigstellung von 4 Sandplätzen, einem Allwetterplatz und einem Halbfeld als Trainingsplatz zog sich bis April 1981 hin; aber wir konnten am 1.Mai 81 die Eröffnung feiern.

 

Die Hände in den Schoß legen konnten wir nicht, denn alle Außenanlagen und die geplante Tennishütte mußten in Eigenleistung erstellt werden. Solche Eigenleistungen waren außerdem zur Erlangung der Zuschüsse von der Stadt erforderlich.

 

Man mag es heute kaum noch glauben, aber wir trafen uns wirklich jeden Mittwoch nachmittags und Samstag vormittags zum Schuften.

 

 

 

Zu unserem Schleifchenturnier am 11. Juli 1981 mit anschließender Grillparty war sogar das Fundament für die Hütte fertig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Bau der Hütte selbst haben wir dann im Herbst in Angriff genommen. Geplant war, ein Balkenfachwerk zu errichten und mit Brettern zu verkleiden. Für Außen wählten wir ein Blockhausprofil, für innen ein Schattennutprofil in Sonderbreite vom Holzwerk Weisendorf.

Unser Schreinermeister Paul Schmidt hat die Balken auf seinem Hof zugeschnitten und zum Platz gefahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Fachwerkbalken standen am 21,11., das Annageln der Bretter begann am 27.11.

  

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Am 28.11.81 konnten wir den Dachstuhl aufrichten, natürlich zum Richtfest zünftig ge-schmückt

und mit einem (oder auch mehr) Bier begossen.

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Trotz Eis und Schnee haben wir weitergebaut, um wenigstens unsere Hütte noch dicht zu bekommen.

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Dann fror uns aber doch das Werkzeug an den Händen fest.

Der Einbau von Türen und Fenstern, der Innenausbau und die Pflasterung der Terrasse zogen sich noch bis zum Sommer 1982 hin, aber am 24.Juli 82 konnten wir unsere Hütte wiederum mit einem Schleifchenturnier und natürlich in Anwesenheit des damaligen Vorstandes des F.C.Großdechsendorf. einweihen.

 

 

 

 

 

Fertig waren wir damit natürlich noch nicht, die Arbeiten zogen sich - wenn auch mit verringertem Eifer - bis Ende 84 hin.

 

Bei der Stadt haben wir erfolgreich insgesamt 4.544 Arbeitsstunden geltend gemacht. Mit unterschiedlicher Bewertung als Fach- und Helferstunden ergab sich daraus eine Eigenleistung von DM 52.694,--. Wir meinen, mit Recht stolz darauf sein zu können

 

Das Ergebnis aller Mühen war eine Anlage mit 5 Tennisplätzen, einem Trainingsplatz, Grünanlagen, Wegen und einer Hütte mit Aufenthaltsraum sowie Umkleideräumen und Sanitäranlagen, einer Anlage, die Gäste von nah und fern immer wieder als schönste weit und breit bezeichnen. Dank dieser Anlage konnte die Tennisabteilung die Zahl ihrer Mitglieder von 100 auf 250 mehr als verdoppeln und im Laufe der weiteren Entwicklung auch im Bereich des mehr leistungsorientierten Sportes mit immer mehr Mannschaften erfolgreich an Verbandsspielen teilnehmen.

 

Als erste größere Erfolge seien hier genannt der Aufstieg unserer Damenmannschaft und der 1. Herrenmannschaft von Kreisklasse III in Klasse II und der 2. Herren von Klasse IV in Klasse III im Sommer 84. Einige der strahlenden Sieger wurden im Bild der Nachwelt erhalten.

 

Ein Schwerpunkt unserer Bemühungen in den folgenden Jahren war die Jugendarbeit. Unsere Fachhelferinnen und Jugendwarte haben mit sehr viel Idealismus und Zeitaufwand Kinder an den Tennissport herangeführt und Jugendliche zu einem beachtlichen Leistungsstand verholfen. Erste Erfolge dieser Mühen zeigten sich bei den Vereins-meisterschaften, bei denen sich unsere Jugendlichen mehr und mehr in die Siegerlisten eintragen konnten.

Am 6. Juli 1985 feierten wir das 10 jährige Bestehen der Tennisabteilung mit einem um einige Sondereinlagen erweiterten Schleifchenturnier mit anschließendem Grilltest.

 

Fleißige Helfer hatten Firmenspenden für eine große Tombola gesammelt. Bei einer regen-bedingten Spielpause wurden mit großem Hallo die Gewinner aufgerufen.

 

Wegen des etwas unsicheren Wetters mit gelegentlichen Regeneinlagen hatten wir unsere Kapelle auf Otto Schickerts überdachbarem Doppelachser aufgebaut. Das war dann auch der Standort für die Festredner.

 

Zum offiziellen Teil des Festes grüßte unser . 1.Vorstand Hans Seitz mit markigen Worten die sehr zahlreich erschienenen Mitglieder der Tennisabteilung und ihre Gäste.

Der Abteilungsleiter Klaus Ballmann gab gereimt und ungereimt einen Rückblick über die 10 Jahre der Tennis - Abteilung.

Dabei wurde auch eine Stiftung von Hubert Malter vor-gestellt: Je ein Wanderpokal für unsere weiblichen und männlichen Jugendlichen als Siegerpreis bei un-seren vereinsin-ternen Turnieren.

Höhepunkt war die Ehrung unseres Gründungsvaters Erich Overbeck.

Dann hieß es: "Auf zum Tanze!" Das Licht des neuen Tages sah die letz-ten auf den Heimweg.

 

Es war wieder einmal ein gelungenes Fest.

Ein besonderer Dank galt natürlich allen Organisatoren und Helfern verbunden mit der Hoffnung, daß Gemeinschaftssinn und Harmonie unserer Tennisabteilung uns weiterhin erhalten bleiben.